~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Mit „All die Verdammt perfekten Tage“ hat Jennifer
Niven eines meiner Lieblingsbücher geschaffen, daher habe ich mich schon sehr
auf ihren nächsten Jugendroman gefreut und ich wurde nicht enttäuscht J
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Der eine Mensch, der dein Leben verändert
Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt
und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt
es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn
sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen
Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks
ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen:
Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine
Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie
man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann
das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem
Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu
stehen?
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover ist von der Art her gestaltet wie „All die
verdammt perfekten Tage“, wodurch man Nivens Bücher im deutschen schon optisch
erkennt. Dies könnte zwar dazu führen, dass man evtl. ein größeres Augenmerk
auf die Einheitlichkeit setzt, als auf ein wirklich passendes Cover, aber das
ist hier zum Glück nicht passiert. Libby will schließlich ein ganz normales
Mädchen sein und es geht um die Liebe zwischen zweier Teenager, da darf das
Cover auch schon einmal pink und plakativ sein ;) Ganz so rosarot wie das Bild
ist die Geschichte aber dennoch nicht, da beide Protagonisten große Päckchen
mit sich herumschleppen…
Die Aufteilung des Romans finde ich sehr schön. Zum
einen wird immer wieder zwischen Libbys und Jacks Sicht gewechselt (also der
Ich-Perspektive), zum anderen beginnt das Buch mit einem
Entschuldigungsschreiben seitens Jack und danach geht es mit „Achtzehn Stunden
zuvor“ weiter. Dies passiert ab und an im Roman, allerdings immer zur passenden
Zeit.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Allein schon, dass ich dieses Buch in nur 3 Zügen
durchgelesen habe, spricht dafür, dass ich es liebe! Jennifer Niven hat es
wieder geschafft, mich für die Charaktere zu begeistern und ihr Stil geht sehr
einfach von der Hand.
Jack ist ein cooler Typ und ein klein wenig ein
Arschloch. Dies ist zwar seinem Selbstschutz geschuldet, da er nicht möchte,
dass jemand von seiner seltsamen Krankheit erfährt, aber dennoch legt er
deshalb ab und an ein mieses Verhalten an den Tag. Ich fand es toll, dass Niven
auf diese Art und Weise gezeigt hat, warum man sich vielleicht mal mies
verhält. Eigene Probleme können dazu führen, dass man schlimme Dinge macht,
obwohl man diese selbst nicht befürwortet. Allerdings gehört Mut und Courage
dazu, sich stets vorbildlich zu verhalten.
So hat Jack einen kleinen Bruder, der stets als Jacks
Gewissen fungiert. Als Jack Mist baut, ist sein Bruder schwer enttäuscht und
Jack trifft dies sehr, wodurch er sein Handeln überdenkt und sich bessern
möchte. Dies ist auch einer der Punkte, warum ich Jack dennoch sehr mag, denn
er ist kein schlechter Kerl, er ist nur eben nicht perfekt und muss selbst noch
wachsen und lernen für Personen und Überzeugungen einzustehen!
Libby wiederum ist nicht einfach nur übergewichtig.
Sie war Amerikas fettester Teenager und musste sogar aus ihrem Haus
herausgeschnitten werden. Dass ihr dies peinlich ist, liegt auf der Hand und
nach mehreren Jahren zu Hause und vielen, vielen Kilos Gewichtsverlust, möchte
sie nicht, dass jemand aus ihrer neuen/alten Schule dies erfährt oder sich
daran erinnert. Libby hat aber keine einfache Esssucht und ist ein schwaches
Mädchen, ganz und gar nicht. Ihre Mutter ist gestorben und mehrere Faktoren
führten zum erhöhten Gewicht, zudem hat sie einen starken Charakter, will aber
auch um Gottes Willen nicht als „Fürsprecherin der Dicken“ gesehen werden. Und
dennoch hilft sie einer Übergewichtigen Klassenkameradin und rennt wie von
einer Tarantel gestochen hinter einem fiesen Mitschüler her, als sich dieser an
das Mädchen klammert und somit das „Schwabbelrodeo“ an der Schule einführt.
Libby soll uns unsere Äußerlichen „Makel“ zeigen,
Dinge, die wir an uns eben nicht mögen, ganz egal wie es andere sehen. Ich fand
es einen interessanten Zug, dass Libby nicht einfach nur dick oder mollig ist,
denn darüber gibt es ein paar Bücher, aber ich habe bisher jedoch keines
gelesen, in dem ein Mädchen wirklich mit solch einem starken Übergewicht
kämpfen muss. Ich mochte Libbys starken Charakter, den sie wohl auch dringend
braucht. Dennoch weis sie selbst lange nicht, was sie für sich selbst konkret
möchte und dies in Kombinat mit dem dauerhaft dennoch taffen Charakter,
entsprach nicht ganz meinem Geschmack, weshalb ich Jack trotzdem lieber mag als
Libby ;)
Auch die Nebencharaktere empfand ich als wichtig, so
hat Jack eben nicht die nettesten Kumpels, aber welche, die er in der Menge
wegen ihres markanten Äußeren eben immer wiederfindet. Und Libbys frühere
Freundin kommt auch vor und nähert sich Libby nach Jahren der Stille an und
muss mit ihrem Fehler klarkommen. So ist auch deren charakterliche Entwicklung
interessant anzusehen.
Generell ist zu sagen, dass Niven die Gesichtsblindheit
gut beschreibt und wie Jack damit umgeht und sich fühlt und auch wie Libby mit
ihren Erfahrungen und ihrem Gewicht umgeht und beide sich durch ihr
Teenagerleben mogeln und dabei noch ihre große Liebe erfahren J
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Jennifer Niven hat es wieder geschafft, mich für
Charaktere und ihr Leben zu begeistern, hat eindeutig gute Recherche betrieben
und schreibt so federleicht wie eh und je, so dass ich einfach über die Seiten
geflogen bin und mich wieder über eine Jugendromanze freuen konnte, mal mit
ganz anderen Problemen!
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Wer gern Jugendromane liest, in denen es natürlich um
die Liebe geht, kann dieses Buch ohne zu zögern lesen. Und vor allem jeder, der
auch größere Probleme mag oder sich für Mobbing oder Gesichtsblindheit
interessiert, bekommt hier einen guten charakterlichen Einblick. Alle
Niven-Fans müssen dieses Buch eh lesen! =D
Simone
von „Die Librellis“
(ehemals Nickypaulas Bücherwelt)
5/5 Sternen



