Sonntag, 30. August 2020

Interview mit Thriller-Horror-Autor Stefan Krell

 (Mit einem Klick aufs Bild kommst du auf Stefan Krells-Amazon-Autorenseite)

 Lieber Stefan,

 durch Zufall bin ich vor einigen Jahren (im Februar 2018) über deinen Zombie-Roman "Urlaub in der Apokalypse" gestolpert. Zu dem Zeitpunkt lief irgendeine Aktion, mit der du deinen Roman etwas günstiger angeboten hattest. Da ich seit 2017 Zombie-Romane lese, dachte ich mir "ach nimmst du mal mit, klingt gut!"

Letztlich bin ich dann erst vor drei Wochen dazu gekommen, tatsächlich in den ersten Band hineinzuschnuppern und war ab etwa dem 1/3 sehr begeistert. Besonders wie detailreich alles beschrieben ist und wie durchdacht dein Charakter vorgeht. So viele Gedanken hat sich noch nie ein Buchcharakter in meinen sonst so gängigen Zombie-Romanen gemacht. Deshalb hab ich das Buch auch regelrecht verschlungen und Band 2 und 3 ließen jetzt nicht lange auf sich warten :)

 Da ich vorgestern Band 3 beendet habe - hier erst einmal meine erste Frage:

Ist die Reihe mit Band 5 abgeschlossen oder dürfen die Fans auf einen sechsten Teil hoffen? Wenn ich mir die Jahreszahlen der Veröffentlichungen so ansehe hast du immer im Frühjahr dein neues Zombiebuch herausgebracht. Aber da du inzwischen auch mehr als diese Reihe veröffentlich hast, kommt der Roman vielleicht Ende des Jahres?

 Urlaub in der Apokalypse 6 erscheint tatsächlich gegen Ende des Jahres, und zwar am 02.11.2020. Ich habe mich für eine Veröffentlichung im Winter entschieden, weil das Buch selbst im Winter spielt. Ich glaube, man kann als Leser noch besser mit den Protagonisten frieren, wenn es draußen auch kalt ist. Das Buch ist aber bereits fertig und mit über 600 Seiten der längste Band der Reihe. Die damit verbundene Recherche war auf jeden Fall heftig. Eines kann ich ja schon mal verraten: Karl is back!

 Hängen deine Bücher vielleicht unterschwellig miteinander zusammen? Gerade wenn man sich nämlich zum Beispiel den neusten Titel "Ratten der Stadt" ansieht mit dem Hinweis auf einen neuen apokalyptischen Thriller aus deiner Feder, könnte diese Vermutung aufkommen :)

 „Ratten in der Stadt“ hat nichts mit „Urlaub in der Apokalypse“ zu tun. Das gilt auch für die anderen Bücher außerhalb der Reihe. Auch wenn „Urlaub in der Apokalypse“ mein bisher größter Wurf ist, habe ich einfach manchmal Bock, ein wenig fremdzugehen ;-) Ich hoffe, die Leser nehmen mir das nicht übel und geben auch meinen anderen Büchern eine Chance.

 Bevor ich diese Mail an dich geschrieben habe, habe ich natürlich im Internet ein wenig gesucht und festgestellt, dass du dich ein klein wenig rarmachst. Ist das Absicht? Oder dürfen die Fans bald auf eine Homepage oder Facebook-Seite von dir hoffen? (Und falls ich womöglich doch zu doof war, die Seiten zu finden, kannst du sie hier zum Verlinken nennen ;)?)

 Nein, du warst nicht zu doof. Es liegt an mir. Ich habe schon lange vor, zumindest mal eine Website an den Start zu bringen, und momentan sieht es tatsächlich so aus, als könnte das zeitnah klappen. Der Content der Seite steht und der Programmierer ist beauftragt.

Was Facebook, Instagramm und Co angeht, muss ich leider zugeben, dass ich als Privatperson ein absoluter Muffel bin. Mich haben die sozialen Netzwerke nie gereizt. Wenn ich sehe, was viele Leute für belangloses Zeugs posten – ich sage nur: Fotos vom eigenen Essen, Haustiere oder Posereien am Strand –, dann ist mir wirklich meine Zeit zu schade.

Jetzt, als Autor, müsste ich die Sache natürlich neu überdenken. Zeit dafür wäre es jedenfalls. Höchste Zeit sogar. Aber ich bräuchte wohl jemanden, der mich einlernt.

 Außerdem wüsste ich gerne, was es mit dem "Namensumschreibungen" bzw. den namenlosen Charakteren in deinem Buch auf sich hat. Hier beziehe ich mich natürlich nur auf "Urlaub in der Apokalypse", da ich den Rest noch nicht gelesen habe, aber mir ist beim Lesen aufgefallen, dass du Charaktere lange bewusst ohne Namen lässt oder ihnen im Nachgang keinen mehr gibst. (Das fiel mir besonders in Band 2 deiner Reihe auf, bezogen auf einen Charakter aus Band 1 – du weißt sicher, was ich meine. Da ich hier aber nicht spoilern will, spreche ich es mal nur schwammig an :) )

 Einen wirklich namenlosen Protagonisten gibt es ja bisher nur im ersten „Urlaub in der Apokalypse“. Alle anderen haben Namen. Wieso der Protagonist des ersten Buches ohne Namen blieb, kann man hoffentlich bald auf meiner Homepage nachlesen, wo es Hintergrundinfos und kurze Entstehungsgeschichten zu einigen Büchern geben wird. Ich verspreche schon mal: Insbesondere die Namens-Story ist verblüffend!

 Soo und meine letzte Frage, die mir einfach unter den Nägeln brennt: Kannst du dir vorstellen, deine Bücher vertonen zu lassen? Ich weiß ja nicht, ob du selbst Hörbücher hörst, aber ich bin selbst ein großer Hörbuch-Fan und würde die Reihe sogar gern noch einmal auf diese Art neu entdecken.

 Klar habe ich darüber nachgedacht. Aber eines ist Fakt: Ein Hörbuch steht und fällt mit dem Sprecher – und viele klingen wie Märchenonkels oder zum Einschlafen. Meine Protas sind ja etwas speziell. Einige fluchen wie der Teufel. Der Sprecher der ersten Apokalypse müsste also abgehen wie Martin Semmelrogge in seinen besten Zeiten (Fuck! Fuck! Fuck! usw.) Das muss richtig knallen. Und die gnadenlose Survival-Stimmung muss auch rüberkommen. Am besten mit Soundeffekten. Man muss Gänsehaut kriegen beim Hören und mit offenem Mund dasitzen. Die Herausforderung ist also immens, denn ich habe lieber kein Hörbuch als eines, das mich nicht abholt. Aber man soll niemals nie sagen.

 Die Produktion eines Hörbuches kostet natürlich auch einiges. Wenn es um größere Investitionen geht, liebäugele ich aber eher mit einer englischen Übersetzung. Das wäre richtig geil. Aber auch dafür braucht man gute Leute, die den ganzen Slang und den Humor in die Übersetzung hinüberretten können. Geht das nämlich verloren, ist das Buch nur noch ein Schatten seiner selbst. An der Übersetzung wird derzeit gearbeitet, das Hörbuch kommt vielleicht danach – vorausgesetzt, ich verkaufe genug Bücher, um diesen Schritt wagen zu können.

 Gut, das war‘s von mir. Ich würde mich auf eine Antwort von dir freuen ^_^

 Beste Grüße

Nicky von die Librellis

Samstag, 29. August 2020

Superschlaue Gene

 

Dieses Buch vermittelt ein eigentlich schweres Thema auf angenehme kindgerechte Weise!

 ~ Meine Meinung ~

Ich muss gestehen, als mein Sohn (10 Jahre) sich dieses Buch gewünscht hat, war ich etwas skeptisch, denn immerhin ist das Thema Gene alles andere als leichte Kost - in meinen Augen zumindest. Ich hab mich in der Schule immer etwas schwer getan, das alles vernünftig zu begreifen.

 Doch dieses Buch schafft etwas, was ich nicht für möglich gehalten hätte: Es gelingt ihm alles zu DNA, Mutationen, Chromosomen und mehr so zu erklären, dass selbst ein 10-jähriger versteht, um was es geht und alles nachvollziehen kann.

Aber auch für mich als Erwachsene ist es interessant, was alles durch Gene verändert wird. Eine einzige Abweichung reicht aus, um etwas maßgeblich zu verändern.

 Ich muss wirklich sagen, dass das Thema in diesem Buch sehr gut verarbeitet wurde. Anschaulich durch farbige Bilder und Textpassagen, die auch Grundschüler verstehen können, lernt man Seite für Seite mehr zu Genen und warum sich so viele Wissenschaftler mit diesen beschäftigen.

 Neben den Fakten gibt es außerdem noch ein paar Experimente. So wird zum Beispiel Schritt für Schritt erklärt, wie man die DNA einer Erdbeere sichtbar machen kann oder wie man eine Pflanze klont. Zwei Experimente, die definitiv auch viel Freude bringen und einem das Thema noch einmal auf andere Weise näher bringen :)

 Kurzum: Wer also schon immer einmal das Thema Gene vollständig verstehen wollte oder es einfach seinen Kindern erklären möchte, macht mit diesem Buch alles richtig.

 

~ Fazit des Buches ~

Wahnsinn! Besser kann man das Thema nicht erklären.

 5 von 5 Sternen

 

Nicky von >Die Librellis<

ehemals Nickypaulas Bücherwelt

Wozu eigentlich Mathe?

 

Kennt ihr den Spruch "Wofür brauch ich den Kram überhaupt?"

Ich bin mir sicher, dass es einige Eltern/Großeltern/Tanten etc. gibt, die diesen Spruch schon von ihren Kindern um die Ohren gepfeffert bekommen haben ;)

Und weil mein Sohn nicht besser ist, habe ich mich dazu entschieden das Buch "Wozu eigentlich Mathe" zu holen, um meinem Sohn und seinen Freunden die Frage "Wozu brauch ich eigentlich Mathe?" ausführlich zu beantworten ^_^

~ Meine Meinung ~

Ich muss gestehen, dass ich mir die Frage, wozu wir eigentlich all die Zahlen brauchen, auch oft in der Schule gestellt hatte. Manchmal konnte man mir meine Fragen beantworten, manchmal nicht. Oft war nicht einmal der Lehrer dazu bereit, eine vernünftige Antwort zu geben. Umso schöner finde ich, dass es nun dieses Buch gibt, dass einem das Fach Mathe in allen möglichen Bereichen näher bringt. Ob es nun die Medizin, die Architektur und Astronomie oder die Zeitmessung, Musik oder gar die Kunst ist - überall ist Mathe vorhanden und mithilfe dieses Buches wird nicht nur erklärt, warum - sondern auch, wie es dazu kam und woher diese ganzen Zahlen eigentlich kommen.

Gleich zu Beginn erhält der Leser eine schöne Übersicht über die einzelnen Bereiche, in denen Mathe eine wichtige Rolle spielt. Danach entdeckt der Leser nach und nach die einzelnen Bereiche und versteht, wo sich Mathe versteckt, ohne dass es einem immer bewusst ist.

Wir erfahren dabei auch, wie die Menschen früher gezählt haben und wie sich die Wissenschaft nach und nach verändert hat zu unserem heutigen System.

Die einzelnen Themengebiete werden dabei bildhaft und in angenehmer Schriftgröße durchgegangen, wobei hier auch darauf geachtet wird, dass es allgemein verständlich ist. Begriffe wie zum Beispiel "Die Differenz" oder "Zweidimensional" werden direkt erklärt, aber auch hinten im Buch gibt es noch einmal ein Glossar zum Nachschlagen, wer möchte.

 

Außerdem gibt es auf etlichen Seiten kleine mathematische Rätselaufgaben, die nicht nur zum Mitdenken animieren, sondern die einzelnen Themen dadurch noch etwas näher bringen. Der Leser lernt so gleich das Gelesene aktiv umzusetzen, wodurch man das Neugelernte auch besser im Kopf behält.

 

Zu guter Letzt: Es ist wirklich interessant, wofür wir alles Mathe brauchen. Ich denke, wenn man sich näher damit beschäftigt, wird man sehr erstaunt sein und kann einem kleinen Mathemuffel vielleicht doch mehr Verständnis für das Fach vermitteln - und vielleicht sogar neue Lust daran vermittelt.

 

Mein Sohn war jedenfalls beeindruckt von den schieren Möglichkeiten, die die Mathematik bietet und hat auch viel Spaß an den kleinen und größeren Rätseln gehabt.

 

Ich kann dieses Buch daher nur jedem empfehlen, der gerne etwas mehr über "Mathe" wissen möchte oder eben einfach, um die ständige Frage zu klären, wofür oder warum man so etwas überhaupt lernen muss ;)

 

~ Fazit des Buches ~

Ein tolles Buch, das einem echt die Lust an Mathe vermittelt. Empfehlenswert für jede Altersklasse ^^

 5 von 5 Sternen

 Nicky von >Die Librellis<

ehemals Nickypaulas Bücherwelt

Donnerstag, 27. August 2020

Das Zauberlabor - magische Experimente und wie sie funktionieren

 

Das Zauberlabor - magische Experimente und wie sie funktionieren

 

Der Postbote hat sich noch nicht einmal richtig verabschiedet, da wurde mir das Buch schon aus den Händen gerissen und sich in die Leseecke verdrückt.

Mein Sohn (10 Jahre) konnte es kaum erwarten sich in das Buch zu vertiefen und die ersten Tricks zu versuchen.

 

~ Meine Meinung ~

Allein das Design des Buches ist ein Hingucker und passt perfekt zum Thema - auch der Umschlag selbst wurde besonders verarbeitet, wodurch das Buch sich auch "spürbar" von den meisten anderen unterscheidet.

Auf fast 100 Seiten lernt man nicht nur viel über Physik und Chemie, sondern auch über optische Wahrnehmungen und damit Illusionskunst.

Nach einem kurzen Vorwort geht es dann auch schon los und der Leser lernt nach und nach den Grundsatz für die Illusionskunst kennen und wie alles funktioniert.

Dazu wird nicht nur der Trick bzw. das Experiment erklärt, sondern auch warum alles so funktioniert, wie es eben funktioniert.

Wer jetzt jedoch ein Buch erwartet, in dem man auf jeder Seite einen neuen Zaubertrick erwartet, dem muss ich einen kleinen Dämpfer verpassen.

Der Autor hat sich vielmehr die Zeit genommen all die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Zauberei in Ruhe zu erklären und einem somit nicht nur ein gutes Grundwissen über Natur, Physik und Chemie vermittelt, sondern eben auch, wo die einzelnen Sachen eingesetzt werden.

Aber natürlich finden sich in dem Buch auch zahlreiche Erklärungen zu einfachen bis etwas schwierigeren Zaubertricks, die jedoch alle daheim umzusetzen und damit zu verstehen sind.

Besonders spannend fand ich die Erklärung zur "Geisterstunde" und die Doppelseite zum Beitrag "Turm aus Eis" (Besonders letzteres war wirklich interessant auszuprobieren).

Mein Sohn hingegen fand die Tricks mit der Dose oder dem Geld am besten und hat sich entschieden, sich nun ein wenig mehr mit dem Thema "Zauberei" zu beschäftigen :)

 

Alles in allem bleibt zu sagen: Wer ein reines Buch mit Magischen Tricks für Kinder sucht, der könnte etwas enttäuscht sein. Wer jedoch ein Buch sucht, in dem Tricks wissenschaftlich erklärt werden und man auch ein gutes allgemeines Verständnis für Chemie und Physik erlangt, der sollte unbedingt zugreifen.

 

Uns hat das Buch auf jeden Fall überzeugt. Es war sehr spannend die ein oder andere Sache neu kennenzulernen oder von einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Für uns hat es sich gelohnt ^^

 

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Tolles Zauber-Experimente-Buch für Groß und Klein

 

5 von 5 Sternen

 

Nicky von >Die Librellis<

ehemals Nickypaulas Bücherwelt