Mittwoch, 28. Februar 2018

Elea Brandt Interview Fantaywoche 2018



Unter dem Banner der diesjährigen Fantasywoche
durfte ich Elea Brandt interviewen. Was dabei rausgekommen ist, erfahrt ihr gleich :)

Zuvor möchte ich noch auf die Interviews von zwei Kolleginnen aufmerksam machen,
die ebenfalls das große Glück hatten Elea ein paar Fragen zu stellen.

Klickt hierzu einfach auf ihre Bilder und ihr kommt direkt auf den Beitrag <3

https://lcsbookshelf.blogspot.de/2018/02/fantasywoche-2018.html               http://www.pinkmaibooks.de/2018/02/fantasywoche-2018-interview-mit-elea.html

 
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

So nun zu meinem Beitrag


~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ 1. Frage ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Hallo Elea,
obwohl du inzwischen schon viele Jahre schreibst, hast du dich erst vor wenigen Monaten dazu entschlossen, etwas unter deinem Autorenname >Elea Brandt< zu veröffentlichen. Dein Debütroman kam im Mantikore-Verlag heraus, der neben Endzeit-Romanen auch viel für Fantasy steht.
Aber empfandest du den Schritt zu deiner ersten Veröffentlichung als schwer? Und wenn nicht, warum hast du dann solange gewartet, dein erstes Buch herauszubringen?

Hallo Nicky. Du hast recht, ich schreibe schon seit vielen Jahren, aber erst im Studium – so vor sechs Jahren etwa – habe ich mich entschieden, aus diesem Hobby eine Berufung zu machen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie das Bedürfnis, meine Geschichten zu veröffentlichen, sie waren nur für mich und eine ausgewählte Gruppe von Freunden da. Ich bin Perfektionistin, und ich wollte mir ganz sicher sein, dass ich bereit für meine erste Veröffentlichung bin. Deswegen habe ich mich erst an einigen Kurzgeschichten versucht, die auch in Anthologien erschienen sind.

Sollte dein Debütroman vielleicht unbedingt unter den Händen eines Verlages erscheinen oder war das für dich keine Voraussetzung?

Ja, für meinen Debütroman wollte ich gerne in einen Verlag. Ich fühlte mich noch nicht bereit dazu, im Self Publishing alles selbst auf die Beine zu stellen. Ich bin gerne Verlagsautorin, ich mag die Zusammenarbeit und den Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen. Self-Publishing hat aber durchaus auch seinen Reiz, ich würde nicht ausschließen, das irgendwann einmal zu versuchen.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ 2. Frage ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Durch deinen Beruf als Psychologin hast du schon in vielerlei Abgründe der menschlichen Natur blicken können. Fällt es dir manchmal schwer, dich in deiner Freizeit von diesen "Dingen" zu lösen und nutzt du vielleicht hin und wieder auch das Schreiben, um dich von deinem Beruf und den Sachen, die du dabei erfährst >zu befreien<?

Ich arbeite ja in der Forschung, da hat man eine etwas größere Distanz zu den Dingen als die Therapeuten. Trotzdem beschäftigt man sich natürlich viel mit den Mechanismen des Zusammenlebens, mit menschlichen Konflikten und mit ungewöhnlichen Lebensgeschichten, die sich manchmal auch ins Alltagsleben hineinschleichen. Viele dieser grundlegenden Fragen habe ich auch schon beim Schreiben verarbeitet. Zum Beispiel: Wie sehr prägt uns unsere Umwelt? Wie treffen wir moralische oder unmoralische Entscheidungen? Wie rechtfertigen wir schreckliche Dinge vor uns und den Menschen, die uns wichtig sind? Wie gehen wir mit Schicksalsschlägen um? Das gibt spannende Grundlagen für Geschichten.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~  3. Frage ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Da du dich beruflich ja bereits mit den Schattenseiten des menschlichen Daseins beschäftigst, wäre es da nicht "einfacher" gewesen, ein paar Liebesromane als Ausgleich zu schreiben statt sich in der Freizeit noch mit dieser Materie zu beschäftigen?

Ja, vielleicht. *lach* Um ehrlich zu sein, ich habe mich aus gutem Grund dafür entschieden, die Kriminalpsychologie zu meinem Berufsbild zu machen. Mich interessieren Konflikte, Spannungen und Abgründe, ich liebe komplizierte Fragen und Entwicklungen. Schreiben kann ich nur über das, was mich beschäftigt und antreibt, und dazu zählen eben auch die düsteren Seiten des Menschen. Das heißt aber nicht, dass ich mich in meinen Büchern nur mit finsteren Machenschaften beschäftige, es gibt auch romantische, humorvolle und optimistische Aspekte.

Danke für dieses Interview liebe Elea! 
Ich hoffe, du wirst noch viel Erfolg mit weiteren Romane haben :)

Nicky von >Die Librellis<
ehemals Nickypaulas Bücherwelt