Freitag, 24. November 2017

Auf der Suche nach Glück in New York City



Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Wie fast alle Bücher von Jacky ist auch dieses wieder ein Einzelband, dass ganz unabhängig von anderen Werken gelesen werden kann.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Holly hat einen großen Traum, den sie unbedingt verwirklichen möchte. Doch dazu braucht sie erst einmal einen guten Job. Also bewirbt sie sich in einer großen Firma, ohne vorher zu ahnen, dass das Stellenangebot auch einen gewaltigen Haken hat: Rick der Sohn des Firmenchefs, der bisher so gar nichts aus seinem Leben machten wollte und stattdessen lieber Papis Geld zum Fenster rausgeworfen hat. Doch das soll sich dank Holly jetzt ändern…

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Dieses Buch wird eindeutig eines meiner Jahreshighlights. Zuvor konnte mich die Autorin schon mit einigen Werken wirklich begeistern. Jacky hat einen unvergleichlichen, angenehmen und leichten Schreibstil, der jedoch auch an manchen Stellen malerisch sein kann, immer perfekt auf die jeweilige Situation abgestimmt. Doch was ich besonders bisher mochte – und warum ich überhaupt auf sie gekommen bin – ist das Detail, dass sie zwar Liebesgeschichten schreibt, jedoch daraus kein Erotikschinken macht. So ist es auch diesmal wieder in diesem Roman. Wir erleben die Geschichte aus 2 Perspektiven. Einmal aus Hollys Sicht - eine großartige, liebenswürdige Protagonistin, die optimistisch ist, nicht aufgibt und das Herz am rechten Fleck hat -, und aus Ricks Sicht, der zu Beginn wie ein Playboy herüberkommt, der faul, unengagiert ist und immer von seinem Vater im Luxus gelebt und nichts im Leben selbst erreichen wollte. Damit treffen zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander, denn Holly musste für jeden Cent hart arbeiten. Selbst ein Kaffee wird nicht einfach so gekauft, denn sie muss wirklich über jedes bisschen Geld, dass sie ausgeben will, nachdenken.
Ich habe mich sofort mit ihr verbunden gefühlt, denn die Situation kenne ich. Obwohl es schon über 10 Jahre her ist, weiß ich noch genau, wie es mir damals ging, wenn man überlegen musste, ob man sich diese Woche noch ein Brot kaufen kann oder nicht. Dass Holly trotz allem immer noch so liebenswürdig ist und so lebenslustig ist wirklich bewundernswert, denn wer einmal über längere Zeit in so einer Situation gelebt hat, verliert oft den Mut. Doch Holly kämpft sich durch, gibt nicht auf und motiviert sich immer wieder selbst. Da gibt es kein Rumjammern oder Den-Kopf-in-den-Sand-Gestecke. Sie ist in meinen Augen die stärkste Protagonistin, die mir bislang begegnet ist und das ganz ohne kriegerische oder dominante Buch-Elemente, die ich sonst von solch, starken Persönlichkeiten gewohnt bin.
Ihr lest, ich bin wirklich ein großer Fan von Holly und kann von hinten bis vorne noch Lobhymnen auf sie singen :)
Aber gut, da haben wir ja auch noch Rick.
Obwohl er grundlegend anders als Holly ist, weil sein ganzes Leben ihn bisher auch nie gefordert hat und er eben immer alles bekommen hat, was er wollte, kann ich ihn verstehen. Wenn man viel Geld hat und nie etwas leisten musste, dann ist das Leben eben so und seine Eltern haben ja genug dazu beigetragen bzw. nicht, damit er so geworden ist, wie er ist.
Er war die ganze Zeit authentisch in seinen Charakterzügen und auch wenn er sich selbst eigentlich nur als schlechten Menschen hinstellt (das A-Wort will ich hier nicht verwenden, weil sonst die Rezi gesperrt werden könnte), ist er mir sympathisch gewesen und das tatsächlich von Anfang an. Durch seine charmante, witzige Art hat er all diese negativen Aspekte einfach ausgeglichen. Außerdem – mal ehrlich – wenn man so ein Leben geführt hat wie er, wäre sicherlich ein Großteil so geworden wie er. Es ist eher erstaunlich, dass er trotz dessen noch ein so guter Mensch geblieben ist und vor allem, dass er auch nicht grundsätzlich dichtmacht oder mit miesepetrischem Gesicht durch die Welt läuft, denn solche Menschen gibt es zu Genüge.
Also kurzum: Sowohl Rick als auch Holly habe ich von Anfang an gemocht. Ich habe viel mit ihnen gelacht und auch gelitten und fand sie durch und durch authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Es gab keine Stelle, wo ich dachte: WARUM?!
;) obwohl es auch eine Situation gab, in der ich Rick gerne mal in den Magen geboxt hätte, aber naja… das gehört dazu :D

Außerdem möchte ich noch auf eine letzte Sache eingehen, obwohl ich zu diesem Buch sicher auch eine zehnseitige Rezension verfassen könnte, denn es gibt einfach so unglaublich viele positive Dinge hervorzuheben!
Doch ich möchte mich zum Schluss gerne noch auf eine Sache beschränken, die mir am Wichtigsten ist:
In meinen Augen ist dieses Buch Jackys bisher bestes Werk. Nicht nur, weil es von hinten bis vorn stimmig ist, sie ihren Schreibstil noch ein wenig verfeinert hat und man mit jedem Werk merkt, wie sehr sie sich immer noch weiterentwickelt und dennoch ihrem Stil treu bleibt, Nein – auch weil sie mich mit ihren Worten, die Holly an Rick richtet, zum Nachdenken gebracht hat.
Zwar gab es bisher immer hier und da ein paar Dinge, die man aus ihren Büchern mitnehmen konnte, einfach so für sich, doch dieses Buch hat mich tief berührt und ich denke, jeder, der einmal in einem kleinen Loch steckt, sollte es unbedingt lesen, denn diese Geschichte gibt einem einfach so unglaublich viel mit auf den Weg.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Jacky gerne für diesen großartigen Roman bedanken: Danke, tausend Dank für diese herzliche, leidenschaftliche und zugleich traurige wie mitreißende Geschichte!
Bitte hör niemals auf zu schreiben!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Eine großartige Liebesgeschichte, die mich in vielen Dingen berührt hat

 5+ von 5 Sternen

Nicky von >Die Librellis<
ehemals Nickypaulas Bücherwelt