~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Am Anfang bin ich etwas schwer reingekommen, dass
hatte aber mehrere Gründe. Zum einem lag es daran, dass ich noch zwischen der
vorletzten und letzten Folge der TV-Serie steckte, zum anderen habe ich in
letzter Zeit ziemlich viele Jugendbücher bzw. leichte Bücher gelesen. Elfensteine
ist allerdings ein Buch aus dem High-Fantasy-Bereich für Erwachsene. Nach und
nach bin ich immer besser hineingekommen und als ich dann auch ein paar Tage
Abstand zur Serie hatte, konnte ich mich so richtig darauf einlassen.
Wie erwähnt ist es ein Buch aus dem
High-Fantasy-Bereich und wird diesem vollkommen gerecht. Es ist der zweite Teil
aus der Reihe, kann aber prima so gelesen werden. Wenn die genaue zeitliche
Aufteilung und inhaltliche Zusammengehörigkeit interessiert sollte bei
Wikipedia auf die Seite über Terry Brooks schauen.
Da ich nun
die Serie schon erwähnt habe: Sie hat mir wirklich gut gefallen und ich werde
sie mir auch wieder anschauen, aber es war doch, sagen wir mal recht frei
umgesetzt. Anfangs dachte ich noch „In Ordnung, es muss ja TV tauglich
gestaltet werden und die Zuschauer packen“, aber nach und nach hat es sich doch
sehr entfernt.
Meine
Empfehlung, wenn ihr das Buch lesen wollt – lest es zuerst oder mit einigem
Abstand zur Serie! Beispielsweise hat sich das erste Drittel des Buches etwas
gezogen, weil ich ganz andere Erwartungen hatte. Es tut mir auch fast ein wenig
leid, dass ich so oft den Vergleich zur Serie ziehe, aber sie hat mich und mein
Erwartungsbild beeinflusst.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Der Ellcrys
ist der heilige Baum der Elfen, dessen Existenz den Bann aufrechterhält,
welcher die Dämonen an der Rückkehr in deren Welt hindert. Doch er stirbt und
so konnten die ersten Dämonen schon zurückkehren. Doch nicht nur die Elfen sind
in Gefahr, sondern die gesamten Vier Länder. Nun ist es an Amberle Elessedil
das Samenkorn des Baumes in das Blutfeuer zu tauchen und den Samen an die
Stelle des alten Ellcrys zu pflanzen. Auf der gefährlichen Reise wird sie von Wil
Ohmsford begleitet – junger Heiler und Besitzer der magischen. Auf dem Weg in
den Wildewald begegnen sie einigen Menschen/Wesen, die ihren Weg teilen und
helfen.
Währenddessen
schlägt die Armee der Elfen eine große Schlacht gegen die Dämonen die sich
befreien konnten, um den Ellcrys so lange wie möglich zu schützen.
Die Geschichte war gut durchdacht und die Charaktere fand ich sehr gut gezeichnet. Auch wenn mir Amberle am Anfang doch etwas nervig erschien, hat sie sich gut entwickelt. Ich schiebe das aber auch ein wenig auf die TV-Serie – sie tritt im Buch m.E. doch sehr anders auf. Manchmal finde ich aber auch, dass es sich Terry Brooks recht einfach bei Problemen gemacht hat – aber gut für seine Charaktere ;) Da der Autor recht ausschweifend schreibt und den Leser an den Gedanken der Figuren teilhaben lässt, fällt es einem leicht deren Verhalten zu verstehen. Allerdings sollte man bei allem nicht vergessen, dass das Buch im Original 1982 erschienen ist! Man merkt es einfach. Gewisse Wörter oder auch Satzgebilde verwendet man so nicht mehr und wirken deshalb etwas angestaubt. Es erinnert mich so ein wenig an Marion Zimmer Bradley, da manche ihrer Werke ähnlich alt sind und mir hat es damals viel Freude bereitet ihre Werke zu lesen, aber daran muss man sich erst (wieder) gewöhnen. So habe ich für das Buch ziemlich lange gebraucht, da ich einige Sätze einfach doppelt oder auch dreifach lesen musste (wie oben erwähnt habe ich in letzter Zeit viel Jugendliteratur gelesen, welche moderner und vor allem auch einfacher geschrieben ist.)
Das Ende war einfach nur woooow bzw. wäre es gewesen, wenn ich die Serie nicht gesehen hätte – aber so hatte ich in der Serie den Wow-Effekt und wäre eher böse gewesen, wenn sie das Ende geändert hätten.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover
zeigt ein Foto aus der Serie. Ich bin sonst nicht so der Fan von Filmcovern,
aber dieses gefällt mir sehr gut bzw. hat mir sehr gut gefallen, denn zwischen
der Amberle aus der Serie und dem Buch liegt doch einiges dazwischen. Der
Textaufbau auf Cover und Buchrücken stimmt mit der Neuauflage des Buches „Das
Schwert von Shannara“ überein, sodass es nicht ganz fremd im Regal aufblitzt.
Bei manchen
Büchern sind Bilder aus der Serie/Film enthalten – das ist hier nicht der Fall.
Was ich mir
allerdings sehr gewünscht hätte wäre eine Karte der gesamten Vier Länder oder
dem im vorliegenden Buch wichtigen Areale gewesen. So ein Buch schreit förmlich
danach und in der englischen Ebook-Ausgabe der Neuauflage ist auch eine
enthalten. Warum sie im deutschen fehlt? Keine Ahnung, dass würde mich selbst
sehr interessieren.
Das Buch ist in 54 Kapitel geteilt. Größtenteils
gleichlang, manche kürzer oder auch länger. Die Textgröße ist noch in Ordnung,
allerdings ist der Bundsteg für meinen Geschmack recht schmal angesetzt.
Immerhin hat das Buch 735 Seiten und so passiert es, vor allem in der Mitte,
dass der Text manchmal optisch etwas verschluckt wird.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Es ist ein
wunderwundervolles High-Fantasy-Werk und ich freue mich schon sehr auf die
vielen nachfolgenden Bände (welche hoffentlich auch noch einmal neu aufgelegt
werden und dann vielleicht auch die aktuellsten Bände übersetzt werden?) und
den einen Vorgängerband. Man muss sich erst etwas mit der angestaubten
Ausdrucksweise anfreunden, aber dann ist es meiner Meinung nach ein wahres
Meisterwerk und gehört in jedes gutgeführte High-Fantasy-Regal! :)
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das
Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Auf jedem Fall
jedem High-Fantasy-Fan und denen die es werden wollen. Insbesondere
den Leuten, die gern ältere Bücher lesen. Konzipiert ist das Buch für
Erwachsene, aber sowas habe ich in meiner Jugend auch schon gelesen und geliebt
(dafür kommt jetzt meine Jugendbuchphase durch *zwinker*)
Tifi
von Nickypaulas Bücherwelt
Videorezi folgt


