~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Kai Meyer wusste wieder einmal mit Worten zu zaubern.
Das ganze Buch war von Anfang bis Ende spannend und ich konnte es gar nicht
wirklich aus der Hand legen. Somit ist es ein gelungener Auftakt zur
Alchimistin-Reihe (momentan eine Trilogie - weitere Bände: Die Unsterbliche &
Die Gebannte).
Beim Genre wusste ich gar nicht, was ich euch schreiben
sollte, weil ich es nicht ganz zuordnen konnte. Also habe ich die Verlagsseite
befragt: Randomhouse hat „historische Krimis“ und „historische Fantasy“ angegeben. Das
passt denke ich ganz gut, auch wenn insgesamt weniger Fantasy enthalten ist als
gedacht. Doch da kann man sich, denke ich, auch darüber streiten, ob man die
Alchemie als Fantasy ansieht oder nicht – immerhin hat es sie gegeben. Sie ist
der Vorgänger der Chemie. Fantastisch wird es, als es um die Unsterblichkeit
geht. Doch auch da können wir nur spekulieren. Vielleicht fand ein Alchemist
den Weg zur Unsterblichkeit und hat es nur nicht geteilt? *zwinker*
Das Buch ist erstmals 1998
erschienen, also vor 18 Jahren. Wieder war ich erstaunt, dass ich ein Buch
gelesen habe, welches vor etlichen Jahren erschienen ist. Doch dies tut hier
der Geschichte und auch dem Erzählstil keinen Abbruch. Es wäre mir gar nicht
aufgefallen, wenn ich es nicht nachgelesen hätte, aber mich interessiert es bei
jedem Buch, wann es ursprünglich veröffentlicht wurde. Diese Auflage ist
komplett von Kai Meyer überarbeitet – einen Vergleich zu alten Ausgaben kann
ich hier nicht geben, da ich nur diese Ausgabe kenne.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Aura Institoris ist im Schloss ihrer
Ahnen aufgewachsen und half ihrem Vater von Zeit zu Zeit bei (kleineren) alchimistischen
Experimenten. Diese fanden im Dachgarten satt wo er sich fast immer aufhält und
diesen auch nur selten zum Essen verlässt. Dort haben nur Aura und ihr Vater
Nestor Zutritt, sowie später der neue Stiefbruder Christopher. Eines nachts
wird ihr Vater von Gillian ermordet. Dieser wurde von Nestors Gegenspieler
Lysander beauftragt. Doch Gillian soll nicht nur Nestor, sondern auch seine
Tochter töten. Doch stattdessen lässt er sie am Leben und verbündet sich später
mit ihr gegen Lysander, wodurch sie in einen „Krieg“ zwischen Unsterblichen
geraten.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Wie oben
erwähnt ist das Buch nun schon etwas älter, wodurch es viele Auflagen gab. Doch
das Cover dieser Auflage gefällt mir am besten – es ist ein wahrer
Augenschmaus! Ich mag Cover in diesem Stil viel mehr als Cover mit
irgendwelchen Menschen, die womöglich nicht einmal zu den Figuren im Roman
passen.
Zu sehen ist
die Schlossinsel der Familie Institoris, auf welcher wir auch so manche
Buchseite verbringen.
Das Buch ist
in zwei Teile geteilt und es verfügt über einen Anhang. Der zweite Teil spielt sieben
Jahre nach dem ersten. Jeder der beiden Teile besteht aus 11 Kapiteln, welche
unterschiedlich lang sind. Der personale Erzähler schildert in manchen Kapiteln
die Geschichte aus der Sicht einer Person, manchmal aus der mehrerer Personen.
Der Anhang
ist 44 Seiten lang und ist durch drei Überschriften unterteilt: Die Entstehung des
Romans - Alchemie in der Literatur - Das Theatre du Gand Guignol. Der Anhang
wurde von einer anderen Person verfasst und wurde anhand von Kai Meyers Notizen
verfasst.
Dieser Anhang gewährt einen schönen
Einblick in die Arbeit Kai Meyers und in die Entstehung seines Werkes. Gerade
durch den Anhang wird der historische und realistische Bezug umso deutlicher.
Manche Sachen habe ich auch schon vor dem Lesen des Anhangs gegoogelt. So habe
ich auch den Namen eines Künstlers erfahren, von dem ich zwar schon Bilder
gesehen hatte, aber dessen Namen ich nicht kannte. Die Rede ist von Giuseppe
Arcimboldo. Der Künstler der beispielsweise Gesichter gezeichnet hat, welche
aus Obst und Gemüse bestehen. Der Anhang ist ganz interessant, aber ich muss
auch gestehen, dass ich es nicht gelesen hätten, wenn ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar
bekommen hätte. Es wäre aber schade drum gewesen.
Die Schrift
ist zwar recht klein und die Seiten voll, dennoch lässt sich das Buch sehr gut
lesen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass eine schlanke Schrift gewählt wurde,
sodass die Seiten nicht vollgekleckst wirken.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Der erste Teil des Buches war schon
gut und hielt einige unerwartete Wendungen bereite, doch im zweiten Teil hatte
ich mehrere „wow“-Momente. Das Ende ist in sich geschlossen, man kann, muss also
nicht die folgenden Bände lesen.
Während des
Lesens war ich total begeistert. Nun, ein paar Tage später, mag ich das Buch
noch immer sehr, aber der Bann, der mich während des Lesens eingefangen hatte,
ist nun etwas verflogen.
Letztlich bekommt das Buch 4 von 5
Sternen. Es ist ein tolles Buch, wenn doch anders als erwartet. Ich habe etwas
mehr Fantasy erwartet, auf Grund von Rezensionen und Gesprächen mit anderen
Personen. Das Buch ist M.E. ziemlich realitätsnah. Es spielt an realen Orten
und auch bei der Alchemie versucht Kai Meyer bei den Fakten zu bleiben die
überliefert sind. Es wird nicht einfach herum gesponnen, bis auf den Punkt mit
dem Stein der Weisen – der Unsterblichkeit. Doch dies war das Ziel der Alchemie
und wer weiß ob es nicht doch einer geschafft hat?
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das
Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Puh, da muss
ich jetzt erstmal überlegen. Kenne zwar bis jetzt nur ein anderes Buch von Kai
Meyer, aber würde behaupten auf jeden Fall all seinen Fans? :-)
Ansonsten
für alle ab dem Alter ältere Jugendliche/junge Erwachsene und natürlich aufwärts,
welche gern historisch angehauchte Bücher bzw. welche mit starkem
Realitätsbezug lesen.
Tifi
von Nickypaulas Bücherwelt


