~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Die Anfang
2015 erschiene „Legende von Ýr“ bildet den Abschluss der „Wächter von
Avalon“-Triologie aus der Feder von Amanda Koch.
Obwohl mich
dieser Teil an vielen Stellen spannungstechnisch tatsächlich mitreißen konnte
und ich verhältnismäßig schnell durch die zahlreichen Seiten durch war, gab es
leider auch Dinge, die ich nicht so gelungen fand, weswegen es in meinen Augen
kein ganz so runder Abschluss war.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
In Amaduria
hat sich das Gleichgewicht der Elemente wieder eingestellt. Trotzdem bleibt
keine lange Verschnaufpause für die Wächter von Avalon. Ein Hilferuf von
Nagaina führt sie auf die heilige Insel, die plötzlich von einer unbekannten
Macht erschüttert wird. Da die Herrin vom See trotz großer Bemühungen bisher
kaum Anhaltspunkte über deren Ursprung hat, bittet sie die Wächter einer alten
Sternenkarte nachzugehen, die sie unverhofft wieder in die irdische Welt führt.
Denn hier scheint eine Kraft im Verborgenen zu liegen, die Einflüsse auf die
anderen Welten hat.
Begleitet
werden die Wächter von Aylórien, deren Bestimmung erneut damit in Zusammenhang
zu stehen scheint. Doch welche Bedeutung spielen die beiden Akeahsteine, ein
Geschenk der beiden Könige der amadurischen Sonnenländer?
Und welche
Geheimnisse behüten die Túatha de Danann, das Volk der Göttin, welches noch in
der irdischen Welt verweilt?
Auf ihrer
Suche nach Antworten begegnet ihnen Muireall, ein Wesen mit der Kraft aller
vier Elemente. Doch ist sie Hoffnungsschimmer oder Schattenbringer für die Neue
Zeit?
Wie die
Legende von Ýr das Schicksal der drei Welten beeinflussen?
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover,
Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover
von Band 2 fügt sich in seiner Gestaltung perfekt in die der Gesamtreihe ein
und ist in der Grundfarbe in einem hellgelb bis lichtgrün gehalten. Im
klaffenden Spalt sind dieses Mal Esmé und Raven, die ihren Blick scheinbar auf
den im oberen Teil fliegenden Raben gerichtet haben, vor einer etwas blassen
Sonne zu sehen, sowie eine geheimnisvolle Gestalt mit langen weißen Haaren,
sehr dunkel wirkenden Augen und einer kampfbereiten Haltung, über der ebenfalls
eine Schar Raben kreist. Obwohl das Bild eigentlich in hellgelben bis
braunorangenen Tönen gehalten ist, wirkt das Licht weniger warm, als vielmehr
die Charaktere blendend, was tatsächlich sehr treffend ist, denn in diesem Band
ist die Identifizierung von Gut und Böse ja nicht ganz einfach. Von beiden
Seiten des Spaltes mischt sich auch Schwarz mit in das Bild und scheint das in
der Mitte positionierte Licht verdrängen zu wollen. Halb im Schatten am unteren
Rand ist noch eine Menschenmenge zu sehen, die sehr geheimnisvoll wirkt, da man
kaum Details erkennen kann um sie einzuordnen. In der oberen Ecke ist eine
Sternenkonstellation angedeutet, die in der Geschichte eine wichtige Rolle
spielt.
Das Bild
wirkt insgesamt sehr stimmig und trotzdem spannungsgeladen und lässt auf
interessante Entwicklungen hoffen.
Großes Lob
an Nico Schirmer, der die Cover der Reihe so wundervoll gestaltet hat, sodass
sie mystisch und zugleich einladend wirken.
Sehr gut
sind auch wieder die Karten im Innenteil, denn auch wenn sich die Handlungsorte
in Grenzen halten, sind die Namen recht kompliziert, sodass man doch gern auf
die Karte zurückgreift, um sich zurecht zu finden.
Auch in
diesem Band sind die Klappentexte wieder gut zusammenfassend und erwecken Lust
die Geschehnisse für sich genau zu entdecken.
Die
Ergänzung der Chroniken ist auch sehr gut, sodass man noch einmal
nachvollziehen, wie alles zeitlich zusammenhängt, oder
nachschlagen kann, wenn man mal den Faden verloren hat.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine
Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Schreibstil:
Tatsächlich
hat Amanda Koch im Großen und Ganzen im dritten Band in ihrem Schreibstil noch
einmal eine Schippe drauf gelegt und die meiste Zeit über las sich das Buch wirklich
sehr flüssig.
Beschreibungen
sind noch malerischer und zum Teil ausschweifender.
Allerdings
ist er auch noch gehobener geworden, es tauchen noch mehr Fremdwörter auf, die
zwar erklärt werden, man aber zum Teil diese gar nicht mitbekommt, da man es
für eine fortlaufende Beschreibung für etwas anderes hält.
Ich denke
gerade sehr junge Leser werden öfter an solchen Wörtern hängen bleiben.
Schon in
Band 2 fiel mir aber noch eine Sache negativ auf, die sich in diesem Band
leider nur noch verstärkt hat: Erklärungen werden immer und immer wiederholt.
Natürlich sind die Geheimnisse rund um die Kraftlinien, das Volk der Göttin und
Muireall nicht ganz einfach und so verstrickt, dass die Charaktere bei ihrer
Entdeckung immer nur Stück für Stück vorankommen und manchmal die bereits
erfahrenen Fakten Revue passieren lassen müssen. Das ist soweit in Ordnung.
Allerdings artet es stellenweise dazu aus, dass jeder Charakter für sich nochmal
innerlich vor sich herbetet, was er gerade erfahren hat, um zu überprüfen, ob
er es richtig verstanden hat, es aber genau das Selbe ist, was alle anderen gerade
bereits gesagt/gedacht haben, weil sie eben alle zusammen die Information
bekommen haben.
Und jeder
Person, mit der sie über diese Verwicklungen sprechen, wird noch einmal vom
Urschleim erzählt, welcher Wissensstand bereits existiert, anstatt das mit
einem „und erklärten ihn/sie über alles auf“ zusammenzufassen, um dann mit
neuen Informationen zu kommen. Irgendwann war ich an dem Punkt, wo es mich
einfach nur noch genervt hat und ich mir so vorkam, als wolle die die Autorin
nur sicher gehen, dass es auch der Letzte schnallt. Das Mitdenken und
Miträtseln wird einem praktisch abgenommen, was ich sehr schade fand.
Ins gleiche
Schema fallen die permanenten „rhetorischen“ Fragen auf, die die Charaktere
sich stellen. Eigentlich mag ich sowas sehr gern, weil es nun mal zum
Nachdenken anregt, aber nicht wenn sie im Rudel auftreten und sich im Grunde
damit selber beantworten. Teilweise waren bis zu sechs solcher Fragen
hintereinander aufgereiht, die einem aber alle Möglichkeiten vorgaben. Wozu
dann das Ganze?
Etwas zu oft
kam auch die Erwähnung über die Menschen und ihre „Blindheit“. Ich bin zwar
ähnlicher Meinung, dennoch wurde es oft so formuliert, dass es fast etwas
arrogant herüber kommt.
All das
„Überflüssige“ gestrichen und die Autorin hätte noch reichlich mehr Seiten
gehabt, um so manchen Charakter oder anklingende kleine Entwicklungen noch
weiter auszubauen, die sie noch lebendiger und glaubhafter gemacht hätten. So fiel
manches leider hinten runter, was ich ein bisschen schade fand. Manchmal ist
weniger wirklich mehr.
Aufbau und Storykonzept:
Der Aufbau
mit langen Kapiteln, die von verschiedenen Abschnitten mit Perspektivwechseln, mit
klaren und fließenderen Übergängen, unterteilt werden, ist zum Glück gleich
geblieben, sodass sich wieder verschiedene Handlungsstränge ergeben, die dann
alle irgendwann zusammen laufen und sich auch gut in die bisherigen
Geschehnisse einfügen. Das alles ein großes Ganzes ist, kommt hier wirklich
noch einmal sehr gut zur Geltung.
Besonders
gelungen war für mich dieses Mal der Einstieg, denn auch wenn man gleich mit
einer noch unbekannten Figur in einen völlig neuen Handlungsstrang geworfen
wird, und vielleicht im ersten etwas orientierungslos ist, weckt dieses erste
Kapitel auf jeden Fall die Neugier, denn es geht doch sehr geheimnisvoll zu.
Auch wenn
mir Amaduria als Handlungsort am Liebsten war, fand ich doch gut, dass noch
einmal der Bogen in die Welt der Menschen geschlagen wurde, damit sich das
Konzept der Trinität der Welten auch physisch in der Aufteilung der Bücher
widerspiegelt.
Sehr
überraschend war in diesem Zusammenhang das Widersehen mit Eric, denn für Esmé
war ihre Familie ja aus den Augen, aus dem Sinn. Das Wideraufnehmen dieses
Fadens hat mich sehr gefreut, obwohl ich zum Schluss doch sehr enttäuscht war,
wie sich dieser Strang entwickelt hat.
Besonders in
diesem Band, da er ja zum Großteil in der irdischen Welt spielt und auch deren
Geschichte beleuchtet, merkt man, dass die Autorin gut recherchiert hat, es
sich nicht nur einfach macht und alles selbst neu erfindet, sondern die
geschichtlichen Ereignisse und Mythen nach ihren Bedürfnissen auslegt, sodass
sie sich in die von ihr erschaffene Verbindung der drei Welten einfügt.
Allerdings habe ich hier auch einen Kritikpunkt, denn eigentlich wirkt fast
alles ausgedacht, weil ein wenig mit Erklärung gespart wird, vor allem wenn es
um Amergins Schleierzauber geht. Es wird zwar erwähnt, was passiert ist, aber
dass es sich bei dem Kampf Túatha de Dannan v.s. Milesier um einen bereits
existierenden Mythos handelt, kommt überhaupt nicht rüber, da zu den Milesiern
und Amergins Beweggründen überhaupt nichts erklärt wird. Wer diese Namen nicht
schon mal gehört hat oder sich zufällig gut in irischer Mythologie auskennt,
für den kommt es wie ein fiktionales Detail herüber, dass eben gerade gebraucht
wurde, um etwas zu erklären.
Es gab zwar
auch einige Details im ganzen Konzept, die mir nicht ganz schlüssig waren und
über die ich auch nicht hinwegsehen konnte, weil mich die Handlung eben nur zum
Teil fesseln vermochte, dennoch fand ich es sehr gut, wie alles miteinander
verwoben war und die Komplexität ihres gut durchdachten „Universums“ kann sich
durchaus sehen lassen.
Sehr dankbar
bin ich Amanda Koch auch nach wie vor, dass sich trotz kurzer Zweisamkeit die
Liebesgeschichte von Raven und Esmé in ertragbaren Grenzen hält. Natürlich
handeln beide wieder nur im Interesse ihrer gemeinsamen Zukunft, da dadurch
aber viel des Haupthandlungsstranges in Gang kommt, ist das völlig in Ordnung.
Lobenswert
finde ich auch, dass immer wieder, vor allem im Abschlussband, versucht wird,
nicht nur zu unterhalten, sondern auch Botschaften zu vermitteln und dem Leser
etwas fürs Leben mitzugeben. Darauf lege ich bei Büchern immer sehr großen Wert
und war froh, dass es zum Schluss noch einmal viel darum ging aus der ganzen
Geschichte zu lernen. Da ich allerdings insgesamt nicht besonders emotional mit
der Triologie verbunden war, habe ich die Weisheiten zwar gelesen, mich darüber
gefreut, aber sie haben es nicht wie in manch anderen Büchern geschafft mein
Herz zu berühren.
Auf jeden
Fall war in diesem Band ein viel deutlicherer Spannungsbogen sichtbar, der mich
tatsächlich vor allem durch Muireall dieses Mal gefesselt hat, obwohl sich
durch das viele Widerkäuen der Erklärungen auch oft Kaugummistellen einstellen.
Dennoch
wurde es in den letzten 100 Seiten richtig interessant und mit dem
Schicksalsschlag hätte ich auch wirklich nicht gerechnet. Und dann… war die
Spannung auf einmal plötzlich gänzlich weg. Aus dem Spannungsbogen wurde eine
jähe Steilklippe. Bis zu Letzt hoffte ich auf einen retardierenden Moment, aber
Pustekuchen. Warum war zwischen dem Schicksalsschlag und dem Endergebnis so
viel Zeit, wo nichts passierte? Ja natürlich ist mir klar, dass es wegen
bestimmter Daten, die eine Rolle spielten so sein musste, aber in den letzten
Seiten schien die Zeit vor Langeweile praktisch still zu stehen, bis man dann
vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. Warum durfte ich als Leser nicht an
Muirealls „Entscheidungsschlacht“ um Licht oder Finsternis teilhaben? Man hätte
ja nicht jeden einzelnen Tag beschreiben müssen, aber den Wendepunkt hätte ich
schon gern miterlebt, denn das hätte so spannend sein können.
So war das
Ende für mich leider sehr unbefriedigend und das Madame Esmé auch noch ihren
Willen bekommen hat, obwohl sie sich nicht wirklich dafür anstrengend musste, hinterließ
einen wirklich sehr schalen Beigeschmack. Sehr schade.
Charaktere:
Nachdem Esmé
im letzten Band tief in meinem persönlichen Abgrund des Vergessens gefallen war,
war es eine Wohltat, dass sie gleich zu Beginn endlich mal die Quittung ihres
egoistischen Verhaltens bekommen hat. Und während andere wahrscheinlich total
mit ihr mitgelitten haben, dachte ich nur „Geschieht dir Recht!“ Denn sie hat
sich ihr „Leid“ durch ihren Egoismus selbst zuzuschreiben und bei sowas habe
ich kein Mitgefühl. Ich war auch sehr froh, dass es für ihren Fehler keine
Widergutmachung gab, das hätte ich der Autorin sonst wirklich übel genommen.
Stattdessen gab es einen Hoffnungsschimmer, dass sie nun endlich eine positive
Wandlung durchmacht. Doch der verglomm schneller als man gucken konnte, denn
obwohl sie von sich selber meinte nun besonnener und überlegter geworden zu
sein, habe ich davon überhaupt nichts mitbekommen. Kaum dass sie eine neue
Aufgabe bekommen hat, fing sie schon wieder an zu lamentieren, dass sie das
nicht will und wie schwer doch ihr Schicksal ist. Dabei hat sie eigentlich nichts
auszustehen. Andere Charaktere haben wesentlich mehr zu erleiden und jammern nicht
so viel.
Ich kann
ihre Problematik mit der Unsterblichkeit als Lichtelfe zwar in den Grundzügen
verstehen, ihre Lösung finde ich nur nicht besonders sinnvoll, denn ist ihr nie
in den Sinn gekommen, dass wenn sie sterblich ist, Raven als Wächter trotzdem
ein viel längeres Leben hat und sie ihn dann zurück lässt? Wo ist da bitte groß
der Unterschied? Ja genau, SIE muss es dann nicht mehr ertragen ihn zu
verlieren. Und überhaupt will sie ja am liebsten Lichtelfe bleiben, nur eben
sterblich, damit sie auch ja alle Vorzüge genießen kann, aber bitte bloß keine
Nachteile. Weil das im richtigen Leben natürlich auch immer so läuft. Ich muss
leider sagen, dass sie dann am Schluss ihren Willen bekommt, vermittelt für
mich eine völlig falsche Botschaft, denn das Leben ist nun mal kein
Wunschkonzert und verdient hat sie sich ihre Belohnung erst recht nicht.
Bei Raven
hatte ich nach den Entwicklungen des letzten Bandes eigentlich einen noch
früheren Absturz in die negative Richtung erwartet. Zum Glück kam der erst ganz
zum Schluss, sodass er sich die meiste Zeit über recht erträglich gestaltete.
Allerdings muss ich bemängeln, dass es völlig unglaubwürdig ist, dass er in
Band 2 wie ein Suchti am Ahnenbuch klebt und es ihn in Band 3 so überhaupt
nicht interessiert. Das sind solche kleinen inkonsequenten Details, die für
mich den Charakteren leider völlig ihre Glaubhaftigkeit raubt und ich somit
auch wenig Bindung mit ihnen aufbaue, weil ich ihr Verhalten nicht
nachvollziehen kann.
Zum Schluss
hat er es sich aber natürlich noch mal richtig bei mir verscherzt und so kann
ich ihn und Esmé nur alles Gute wünschen. Die beiden haben einander wirklich
verdient.
Zwar wurde
Evolet nach der sehr positiven Entwicklung im letzten Abend nun wieder zum Teil
reichlich schwach dargestellt und auch Nagaina, die ich sehr ins Herz
geschlossen hatte, spielte leider keine allzu große Rolle, dafür hat die
Autorin mir in diesem Band mit der Einführung eines neuen Charakters ein
Geschenk gemacht: Muireall.
Das nenne
ich mal einen Charakter mit Tiefe! Zwar war sie unberechenbar und teilweise
auch nicht gerade nett, aber genau dieses Wechselhafte machte sie ja so
interessant. Bei ihr stimmte auch die ganze Vorgeschichte und die sich daraus
ergebenden Beweggründe. Ich konnte sie total verstehen und trotz oder gerade wegen
ihrer Verzweiflung wirkte sie unglaublich lebendig. Auch ihr innerer Kampf war
sehr gut beschrieben und die Lektion, die sie zu Lernen hatte, sollte sich
jeder verinnerlichen. Der große Wehrmutstropfen war dann natürlich, dass man
als Leser im entscheidenden Moment nicht dabei sein durfte.
Insgesamt
fand ich es auch etwas schade, dass abgesehen vom Kampf gegen die „bösen
Gegnern“ kaum Zwistigkeiten unter den Charakteren selber gab, obwohl sie doch
so unterschiedliche Eigenschaften und Denkweisen haben. Wenn das mal anklang,
wurde es schnell abgewürgt. So erscheinen sie einem doch ein bisschen zu sehr
auf „heile Welt“ getrimmt und verloren noch mehr Farbe. Aber dafür war
vermutlich kein Platz mehr und hätte man sich dem gewidmet und noch ein
weiteres Buch hinzugefügt, um allem gerecht zu werden, wäre das Konzept der
Trinität nicht aufgegangen. Insofern kann ich das schon nachvollziehen.
Fazit:
Band 3
konnte mich wesentlich mehr fesseln als die Vorgänger, da mich das Ende aber
leider überhaupt nicht überzeugen konnte, positioniert es sich nun doch hinter
Band 2.
Es steckte
unglaublich viel Potential in diesem Band sowie der gesamten Triologie, das für
meine Begriffe nicht ganz genutzt wurde. Auch wenn es noch nicht an die Großen
des Genres heran kommt, hat Amanda Koch sicher eine Zukunft als Fantasy-Autorin
und man kann einiges erwarten.
Trotz aller
Mängel und Aufreger, war es aber alles im allen eine sehr schöne Geschichte,
die ich ohne die Protagonistin auch richtig hätte genießen können. Die
Triologie kommt zwar nicht in die Liste meiner Lieblingsbücher, sie war aber
dennoch das Lesen wert und ich kann sie auch ruhigen Gewissens weiter empfehlen,
denn wer einfach über manches hinweg lesen kann, der wird sicher Amadurias
Zauber unterliegen und sich für die Reihe begeistern können.
~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Trotz Bezug
zur irdischen Welt bleibt es High-Fantasy, ist also vor allem für Fans dieses
Genres etwas. Gerade wer die Thematik Avalon/Merlin bzw. insgesamt Magie sehr
mag und sich nicht nur berieseln, sondern auch etwas mitnehmen möchte, der ist
hier gut aufgehoben.
Im Internet
habe ich verschiedene Altersempfehlungen gefunden. Meine persönliche
Einschätzung wäre ab 14 Jahre, denn für eine allzu junge Leserschaft ist es
doch zu komplex und vor allem zu ernst, denn aufheiternde Momente gibt es eher
selten.
Taja
von
Nickypaulas Bücherwelt
